„Meret, was tust du eigentlich in Ghana?“ oder über ghanaische Inklusion
Stellt Euch vor, ihr arbeitet mit einem Physiotherapeuten zusammen und eine Mutter kommt mit ihrer neun Monate alten Tochter in den Behandlungsraum. Sie ist hier, weil sie gemerkt hat, dass ihre Tochter Probleme damit hat, gerade zu sitzen und ihre Bewegungen richtig zu koordinieren. Was sie nicht weiß: ihr Kind hat Down Syndrom. Das fällt Euch und dem Therapeuten sofort auf und trotzdem erklärt ihr niemand richtig, was das heißt – es ist die Sprache von Entwicklungsschwierigkeiten und der Therapeut fängt lediglich an, die Muskeln zu stärken. Warum? Und, sind das gute Startbedingungen für das Kind? Geht so Inklusion? Recht am Anfang meiner Zeit in Ghana war ich in dieser Situation und denke, sie beschreibt ganz gut, was ich hier tue und wie an meinem Arbeitsplatz mit verschiedensten Einschränkungen umgegangen wird. Ich arbeite in einem Rehabilitationszentrum, in dem Patienten mit psychischen, neurologischen und physischen Problemen behandelt werden. Am Freitag, dem African Wear Day, ...