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Es werden Posts vom Februar, 2025 angezeigt.

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Heute war im OP das erste Mal schlechte Stimmung. Ein italienischer Arzt war da, sollte zeigen, wie eine neue OP Technik für Entfernung von Brustgewebe von einem männlich gelesenem Patienten funktioniert. Da wars noch ok. Nur dafür, dass der Patient das aus ästhetischen Gründen gemacht hat (auf schlau hat er eine Gynäkomastie) hat der Arzt wirklich wenig Brust entfernt. Ich hab mich die ganze Zeit gefragt, wie das ist, wenn sich der Patient darauf gefreut hat, dass die Brust, mit der er sich nicht identifizieren kann, endlich weg ist, nur um aufzuwachen und sie ist immer noch da, nur kleiner.  Zweite OP, der Schönheitschirurg hatte wieder einen zu kleinen Kittel und war schon bisschen schlecht drauf. Maunzte in der OP wirklich alle einmal an. Legte Spritzen irgendwo ab, weil er sich nicht den Abwurf zeigen ließ, entschied selbst über die Lokalanästhesie, anstatt sich abzusprechen und war total unhöflich zu dem Anästhesisten, als die Patientin Schmerzen verspürte. Er hätt ja vorher ...

In meiner Pause ohne Handy...

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bekomme ich vom Koch der Krankenhauskantine (Krankenhauskantinenkoch hihi) eine Blume auf meinen Fried Rice. Aus Frühlingszwiebeln.  Es gibt kein Bild davon, ich freu mich umso mehr. In meiner Pause ohne Handy beobachte ich das Wuseln in der Küche. Schnippeln, Räumen, Auftun, Braten, Schwenken, Falten. Lässig. In meiner Pause ohne Handy bin ich aufmerksam, höre Klappern, Brutzeln, Lachen, Murmeln, Vogelzwitschern. In meiner Pause ohne Handy möchte ein Nepali ein Bild mit mir machen, na gut. Sonst bin ich für mich, nur mal ein flüchtiges Lächeln tauschen. In meiner Pause ohne Handy bin ich entspannt, genieße mit allen Sinnen das Essen. In meiner Pause ohne Handy hat das Handy keine Pause. Es ist oben im OP geblieben, bei Franka und Lola, die geh ich gleich mal ablösen.   Weil ich in einer Pause ohne Handy kein Bild machen konnte, hier ein paar Bilder aus dem Alltag. Nachmittagschai Etwas Ausblick auf Berge Da wo grün wächst, wird gegärtnert Bus fahren Gastoma und Gastbrude...

Kommen alle Gebetsfahnen in den Himmel?

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Gebetsfahnen im Wind. Gebetsfahnen auf einem großen Haufen.  Ich bin in meiner dritten Runde um die Buddha Stupa, Boudhanath. Um die Stupa herumgehen, den Gedanken nachhängen, Gedanken an liebe Menschen. Wer möchte, betet dabei. Barfuß auf dem weißen Grund. Gebetsfahnenchaos auf weißem Grund. Was passiert damit? Bisher hat das wohl noch niemanden so richtig verwundert, den verdutzten Blicken der zwei Männer in baustellengelb zu urteilen, die ich frage. Sie räumen irgendwie auf, so schaut es aus. Und erzählen ein kleines bisschen. Unsere Gebetsfahnen werden von Kathmandu in die ländlichen, gebirgigen Klöster gebracht, dort wieder aufgehängt. Warum, bleibt offen - so viel wollen die zwei nicht verraten.  Ich mache die Augen zu und sehe sie an einer kleinen Stupa wieder im Wind flattern, bis sie sich ganz auflösen. Dem Himmel ganz nah mit Wünschen, Hoffnungen und Gedanken. Gute Reise.

Mit Farben kochen

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Das ist Roti, Farbe lila. Jetzt folgt Curry, grün, rot, weiß, gelb, Morgensonnenstrahlen fallen durchs Fenster.

Buddha treffen

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  Wir sind gerade vom Berg Shivapuri runter, haben uns entschlossen noch zum buddhistischen Kloster Nagigumba zu laufen und sitzen nun auf einer Steinmauer, schauen dem Treiben zu. Kleine Jungs und Mädels, rot umwickelt, rote Mütze, bedächtig wandelnd.  Oh schau mal, da rennt eine kleine Nonne, fast erleichternd, ein bisschen Kinderenergie zwischen den Miniaturerwachsenen.  Zwei Bänke weiter sitzen wir wieder, haben inzwischen im Klosterkiosk einen Chia geholt, Masala Chai mit Milchpulver. Kühe und echte Milch gibt's hier oben nicht. Wieder gucken. Aus dem Kloster kommt eine große Zahl Menschen heraus, vor allem Westler, ungewöhnlich. Wir finden heraus, dass sie gerade mit dem großen Master, dem Great Teacher gesprochen haben. Einem Lama. Es kribbelt ein bisschen, zu überlegen, ob wir ihn auch sehen können. Von den Ort geht eine Energie aus, glitzernd. Wir trauen uns, laufen die Treppen hinauf, bleiben vor den sich drehenden Gebetstrommeln und einem Vorhang stehen. Zwei M...

Orangerot, Rotorange

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Nepal ist neu. Wieder unterwegs sein. Offener Blick, freie Gedanken. Bisher habe ich viel aus dem Autofenster geschaut und gestaunt. Wir werden wunderbar von Shilu und Parash aufgenommen, Freunde von Lolas Papa. Das Gastsein hat nur auch zur Folge, dass wir bemuttert und gerne gefahren werden.  Ich freu mich, heut mal durch die Straßen zu laufen und dabei zu sein beim Getrubel. So langsam und ohne Ziel fallen wir aus dem Alltag. Den haben wir mit Krankenhaus zwar ein bisschen, aber auch hier stolpern die anderen über uns, wenn wir herumstehen und versuchen zu verstehen. Wollt ihr mal gucken?  PS: ich spiele noch mit dem Licht, wie viel es braucht, um Momente einzufangen. Besser vielleicht:  Momente mit der Kamera zu umarmen.