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Es werden Posts vom März, 2024 angezeigt.

Meer

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Auf der Überfahrt nach Stockholm. Das Meer macht lustige Geräusche. Mit geschlossenen Augen kann ich nach einer Stunde an der Reling erkennen, ob wir durch Eis-Schnee-Meer-Schichten fahren, das klingt silbrig weich. Große Eisplatten zerbrechen und machen gläserne Geräusche. Oder aber tiefblaues Wasser, gluckernd, umspülend, im Fluss erklingend. Musik. Nachtzug nach Lissabon gestern fertig gelesen. Ich spüre nach und in das Meer hinein. Enttäuschung als Zeichen für das, was uns wichtig ist. Das Gefühl zu schätzen lernen.  Wann ist ein Monat lang genug und gleichzeitig  nicht zu lang? Was macht Zeit dazu, dass wir sagen können, nichts ,verpasst zu haben‘, die Zeit gut ,genutzt‘ zu haben. Nutzen? Wann besser fließt Zeit so, dass wir mitkommen, mitsurfen können? Nicht überspült werden? Wie nah kommen sich Menschen? Ist es ein unmöglicher Versuch, einen Menschen komplett kennenzulernen? Was heißt überhaupt kennenlernen. Wenn ich auf einen Menschen blicke, dann immer mit einem gefär...
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Auf der Suche nach Polarlichtern in Helsinki (ein Feld mit Fabrik nebendran ist dann doch nicht dunkel genug) auf Nichts stoßen. Auf dem Rücken liegend ist die Himmelfarbe das, was für mich Nichts am nächsten kommt. Oder einem schwarzen Loch? Lädt ein zum Reinpurzeln.  Lieber wieder zu Melli und Alex nachhause, Kakao trinken und über Freundschaft und Zufriedenheit philosophieren. Eine Suche muss nicht immer erfolgreich sein… Kleine Erklärung: Dank Josepha weiß ich, dass nicht Wolken das Problem waren, sondern die Lichtverschmutzung, die so reflektiert. Daher die komische Himmelfarbe. Menschliches Nichts.  

Kunst

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Tallinn. Telliskivi. Einfach in eine Vernissage stolpern - schöne Kunst. (Megalilled von Urmas Viik)

Singende Revolution und Arvo Pärt

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Ich finde auf dem Weg von Riga nach Tallinn Zeit, mich in die Geschichte Estlands und des Baltikums einzulesen. In der Sowjetunion war Singen nichtkommunistischer traditioneller Lieder verboten und so war die Singende Revolution eine friedliche Art, aufzulehnen gegen die UdSSR. Am 23.08.1989 bildeten rund zwei Millionen singend eine 600km lange Menschenkette durch Estland, Lettland und Litauen, der baltische Weg.  Musik versetzt dann wortwörtlich Berge oder Grenzen. Mich berührt die Musik von Arvo Pärt, estnischer Komponist und Musiker. Die einzelnen Töne in die Stille gesetzt wie die Bäume und Moore, die am Busfenster vorbeiziehen. Spiegel im Spiegel. Für Alina.  Dazwischen Natur. In Tallinn abends noch ein Denkanstoß: Im Kino Soprus, Wohlfühlraum und viele Est:innen, schauen wir May December. Die Beziehung zwischen einer 36-Jährigen und einem 13 Jahre alten Schüler wirft die Frage auf, inwiefern Liebe und Abhängigkeit von außen beurteilt werden können und welche Vorurteile m...

Riga

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und Russland. Nachdem wir durch Litauen nur in der Nacht gefahren sind, ist Lettland nun der erste baltische Staat, in dem ich bewusst bin. Gegenübe r der russischen Botschaft ist eine Mahn/Kunstinstallation errichtet mit Kindergeschrei als Klangteppich, Trauerblumen für Nawalny und Putinkritik. Im Gepäck habe ich eine ZEIT, in der die Artikel über den russischen Angriffskrieg hier eine andere Bedeutung bekommen. Hier die Bedrohung real und spürbar ist.   Riga erweist sich als total vielseitig, wir stolpern in eine lettische Mensa, an Jugendstil vorbei und abends doch ins Hostel, statt zu Couchsurfing Hosts.  Altstadtromantik und Baratmosphäre Beim Einschlafen denke ich an die Geschichte Lettlands: der historische Einfluss der baltischen Deutschen, der Roten Armee, kurze Unabhängigkeit, Lettland als politisches Interessensgebiet im zweiten Weltkrieg und die Sowjetunion, von deren Annexion (die UdSSR bezeichnete dies als Beitritt) Lettland sich 1991 befreite.

unterwegs richtung norden

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für drei Wochen unterwegs sein, der Weg als Ziel und dann doch ein, zwei konkrete Ziele: Melli und Josepha in Helsinki sehen, sicher und Polarlichter, vielleicht. In Warschau bleibt mir der Nachmittagscafé im Gedächtnis, vielleicht, weil eine Nacht im Flixbus nicht die erholsamste ist. Cza Cza Café, Parisseitenstraßenatmosphäre, Locals um uns und der Barkeeper mit Zigarette auf dem Bürgersteig. Lesen und Genießen auf Klappstühlen auf der Straße unter den letzten Abendsonnenstrahlen, wunderbar.