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Es werden Posts vom März, 2025 angezeigt.

Was mich die Berge lehren

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Demut. Vor dem Himalaya. Wie magisch und besonders es ist, diese Ehre zu haben, einen kleinen Einblick zu erhaschen in die Natur. Naturgewalten wie Lawinen und Gletscher, riesige Berge. Naturfeinheiten wie Schmetterlinge, ganz bunt und flatternd, der knospende Rhododendron, eine Sternschnuppe. Übermut. Auf 4000 Höhenmetern ein Rad mit Franka schlagen, Liegestütz, herumalbern. Auf der Nasenspitze der Welt turnt es sich gut. Zweifel und Gedanken. Im Gespräch mit mir sein. Was macht mir gerade Sorgen? Was brauche ich, um mich wohl zu fühlen? Was ist schön an den Zweifeln und an der Unsicherheit? Manche Dinge nicht beeinflussen können und loslassen. Und auch das Zweifeln annehmen. Leichtigkeit. Leichte Beine, die von selber laufen und mich tragen. Über den Wolken schweben, Stille der Natur, mich leicht fühlen.  Geduld. Pünktlich los laufen ist relativ, nicht alle wollen zeitig los. Die Morgenminuten des Wartens bisschen genießen, peu a peu. Die Berge leuchten morgens ganz anders. Inneh...

Bühne frei für Manaslu

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Ich schlüpfe um 5.30 aus dem kuscheligen Schlafsack, um Andi und Philipp aus Berlin zu treffen, unsere treuen Spiel und Gesprächsfreunde der letzten Tage. Raman (unser lieber Guide) ist noch verhalten, vom Manaslu sieht man nur die eine Schneeflanke. Wobei nur - die leuchtet so schön im Dunkeln, dass wir drei uns raus trauen in die Kälte und Dämmerung. Der Schnee knirscht, nur ein, zwei Spuren, sonst schlafen alle noch.  Zeit und Ruhe zum Beobachten. Die kleinen Steinhäuschen gleichen einander. Unten Stroh, Yak und Esel, obendrüber der Wohnraum mit Leiter erreichbar, da wirds wegen der Tiere schön warm. Der Berg dahinter noch dunkelblau, der Mond scheint.  Wir laufen aus dem Dorf in die Weite hinein. Langsam wird es hellblauer, Konturen schärfer, die Felsspalten, Schneekanten, Bäume. Wir drei sind gut gelaunt, stapfen herum und dann ... sehen wir noch mehr vom Manaslu. Orangegelb ein Streifen, dann weiß, die Sonnenstrahlen scheinen an Kraft zu gewinnen, schieben manche Wolken ...

Nah an Tibet, eigentlich kein Netz und dann doch

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Ich wandere jetzt. Dank der Modernisierung (danke oder schade?) lässt sich auch aus dem hintersten Bergdorf Kontakt mit der Außenwelt aufnehmen. Mache ich also mal kurz, hier wenige Eindrücke aus den vielen, die ich in mich aufgesogen habe. Vielleicht bin ich bald auf 5100m, vielleicht schneit es dann auch zu viel. Ohne Netz ist die Wettervorhersage der Himmel. Himmel jetzt sagt kalt und wolkig. Gleich gibt's Abendessen, geliebtes Dhal Bhat. Bis bald.

Die Unbeständigkeit des Nebels

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Ein literarischer Beitrag von meiner l ieben Freundin Lola Tagein, tagaus Schau ich raus  Ein Blick in die Wolken Ein müdes Blinzeln Orangene Sonne  Verschleiert hinter Morgendunst   Ich guck in den Himmel während ich mich frag Wann weicht der Nebel, wann wird’s wieder Tag  Es ist nicht dunkel, wird nicht hell  Durch das staubige Grau dringt Hundegebell Jeden Tag aufs Neue geht es darum  Wir sehen nie das Himalaya, warum  Dass es hinter dem Nebel noch weitergeht Verspricht das Hupen der Busse, das Menschen in die Berge trägt   Heute Morgen, als ich aufgestanden bin Stand ich zum ersten Mal inmitten dieser Nebelbanden drin Man weiß nie, woher er kommt, wohin er geht, Und hat man Glück, so wird er bald vom Winde verweht

Das Krankenhaus am Rande der Welt

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die Patientinnen kommen zu Fuß Schon der Weg ist besonders. Wir ruckeln im Auto, Hügel rauf und runter. Die schmale Straße immer mal wieder gesäumt von Menschen, die genauso interessiert uns angucken, wie wir sie. So ganz genau wissen wir den Weg nicht, weder der Fahrer noch die beiden Ärzt:innen, geschweige denn Lola und ich. Also fragen wir ab und zu nach, immer geradeaus.  Warten die alten Frauen und Männer auf etwas? Sie strahlen absolute Ruhe aus. Und haben doch auch den neugierigen Blick, die Offenheit auf ein Lächeln zu antworten. Wer gelassen ist, muss vielleicht gar nicht warten. Kann geschehen lassen. Rund ums Krankenhaus ist es still. Vögel zwitschern und der Wind streift durch die Bäume. Wir werden erwartet, der Arzt und die Ärztin sind vorher angerufen worden, um hier Patient:innen zu sehen. Wie viele? wissen wir nicht.  Der medizinische Angestellte führt uns herum. Ein Wassertank, 30 000 Liter, Solarpanels, Dachterrasse, Behandlungsräume (verwaist) und die Pharma...

In Bewegung, bewegt

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Bewegung. Bewegt sein.  In der Bewegung Freiheit spüren, schon los, noch nicht angekommen. Und dann da sein, kurzes Innehalten, doch weiter in  Bewegung, die Zeit fließt, der Atem.  Wie bewegst Du Dich? Was bewegt Dich?  Tanzen, Hüpfen, Stehen, Umarmen, Drehen, Zeit, Wasserbomben werfen, Reden, Beten, Waschen. Und dann mal eine Pause. Hoppsalauf ist übrigens eine tolle Art sich zu bewegen! Man kann gar nicht anders als lächeln, sich selbst nicht so ernst nehmen und ein bisschen fliegen tut man auch...

Hoch wie noch nie

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Im Bus durch Täler ruckeln Der stete Tropfen höhlt den Stein denk ich und setze mein Schneckentempo fort. Es war eigentlich ganz schön, kein WiFi zu haben hier oben in Tarkeghyang, einem kleinen Bergdorf, bis dahin war mir Höhenkrankheit egal. Beim Chia gestern Nachmittag haben wir aber doch den Zugang zum Internet bekommen und schwupps, war es um mich geschehen. Das kann echt schlimm werden, akute Lebensgefahr stand in Absatz vier und fünf vom zigsten Artikel über Bergsteigerkrankheit. Und wir sind gestern schon 1000hm rauf, heute noch mehr. Der Chia mit Wlan So übe ich im ersten Teil unserer Wanderung sämtliche Beruhigungsfloskeln an mir. Wenn du langsam aufsteigst, dann passt das schon, Meret. Genauso und jetzt noch eine kleine Pause und dann wieder weiter. Ganz normal atmen und du warst doch auch schon oft in den Bergen, alles gut. Es wird meditativer, ich entspannter. Dunkelheit um mich, die andern schon vorne, nur der Kegel der Stirnlampe gibt Richtung, der Nase nach. Ruhe. Ein S...