Buddha treffen
Wir sind gerade vom Berg Shivapuri runter, haben uns entschlossen noch zum buddhistischen Kloster Nagigumba zu laufen und sitzen nun auf einer Steinmauer, schauen dem Treiben zu. Kleine Jungs und Mädels, rot umwickelt, rote Mütze, bedächtig wandelnd.
Oh schau mal, da rennt eine kleine Nonne, fast erleichternd, ein bisschen Kinderenergie zwischen den Miniaturerwachsenen.
Zwei Bänke weiter sitzen wir wieder, haben inzwischen im Klosterkiosk einen Chia geholt, Masala Chai mit Milchpulver. Kühe und echte Milch gibt's hier oben nicht. Wieder gucken.
Aus dem Kloster kommt eine große Zahl Menschen heraus, vor allem Westler, ungewöhnlich. Wir finden heraus, dass sie gerade mit dem großen Master, dem Great Teacher gesprochen haben. Einem Lama.
Es kribbelt ein bisschen, zu überlegen, ob wir ihn auch sehen können. Von den Ort geht eine Energie aus, glitzernd. Wir trauen uns, laufen die Treppen hinauf, bleiben vor den sich drehenden Gebetstrommeln und einem Vorhang stehen. Zwei Mönche kommen nacheinander raus, gehen schmunzelnd wieder rein, sagen je ihrer höheren Instanz Bescheid über die drei Mädels mit feuchten Wandersocken, die bisschen verschreckt vor dem Vorhang warten. Weil, was fragt man denn so einen Lama? Ein Lebensrat, das passt vielleicht.
Er strahlt Wärme und Gelassenheit aus. Gelb angezogen, gelbe Mütze, Lachfältchen. Eine Präsenz im Raum, nicht raumfüllend, mehr umarmend. Weisheit.
Zum Glück hilft der Lama uns aus der Unbeholfenheit, mehr als ,Namaste' zu sagen und wir sind im Nu im Gespräch über Deutschland. Und dann später, fragen wir doch noch, was er uns auf den Weg geben kann.
,Do you want to have an advice? I'll give you one. Take moment per moment. Be calm. The mind is confusing, it's going wild like a horse sometimes.
Try to be calm. More calm, more kind, more wise.
...'
Erfüllt stolpern wir wieder heraus. Den Kopf voll von noch mehr Weisheiten, Worten, die berühren. In Rucksack ein signiertes Buch von ihm, Visitenkarte seiner Website (Online Home) mit QR Code und gesegnetes Obst. Verwirrend zwischen Moderne und Tradition.
Wir laufen den Westlern in die Arme, die draußen auf den Lama warten. Auch hier schaffen wir es grad so, uns richtig zu verhalten, uns auf die richtige Seite zu stellen und die Hände zu falten, als er aus dem Tempel tritt. Bisschen schäkern und lachen, angenehm, dass der Lama so locker ist. Die Westler betonen, wie einzigartig es ist, ihn zu treffen und es stimmt, die Begegnung wird wohl eine Seltenheit sein. Sie schwingt nach.
Ein Samstag im Flow. Geschehen lassen. Eine Wanderung, die uns zu dritt nah beieinander sein lässt und der unerwartete Ausklang.
More Calm. More Kind. More Wise.




Na, das sollte wohl so sein, dass er euch begegnet...
AntwortenLöschen😇 🙏 😘
AntwortenLöschenSehr schöne Bilder liebe Meret
AntwortenLöschenDeine Nepalwahrnehmung beflügelt mich! Weiter so 🙏🇳🇵
AntwortenLöschenLiebe Grüße Björn