Was mich die Berge lehren
Demut. Vor dem Himalaya. Wie magisch und besonders es ist, diese Ehre zu haben, einen kleinen Einblick zu erhaschen in die Natur. Naturgewalten wie Lawinen und Gletscher, riesige Berge. Naturfeinheiten wie Schmetterlinge, ganz bunt und flatternd, der knospende Rhododendron, eine Sternschnuppe.
Übermut. Auf 4000 Höhenmetern ein Rad mit Franka schlagen, Liegestütz, herumalbern. Auf der Nasenspitze der Welt turnt es sich gut.
Zweifel und Gedanken. Im Gespräch mit mir sein. Was macht mir gerade Sorgen? Was brauche ich, um mich wohl zu fühlen? Was ist schön an den Zweifeln und an der Unsicherheit? Manche Dinge nicht beeinflussen können und loslassen. Und auch das Zweifeln annehmen.
Leichtigkeit. Leichte Beine, die von selber laufen und mich tragen. Über den Wolken schweben, Stille der Natur, mich leicht fühlen.
Geduld. Pünktlich los laufen ist relativ, nicht alle wollen zeitig los. Die Morgenminuten des Wartens bisschen genießen, peu a peu. Die Berge leuchten morgens ganz anders. Innehalten, wenn ich innere Ungeduld habe. Ist auch besonders.
Lebensweisheiten. Liebe Worte von Menschen beim Wandern, über die ich gerne nochmal nachdenke. Lebensentwürfe, Erfahrungen, Ideen.
Hinsehen. Schau mal, da drüben sind Blauschafe, die sind ganz selten. Und hier, wie der Schnee funkelt. Menschen sehen, mit dem Herzen. Geht es Dir gut? Möchtest du eine Umarmung haben?
Mut. Das schaffen wir schon. Und ein bisschen stolz dürfen wir auch sein.
Ruhe. Im innen und außen. Manchmal lachen wir herzlich und laut. Das mag ich auch. Oder kichern oder reden.
Was bleibt in Erinnerung? Das Gefühl, mit den anderen, mit mir, im Angesicht des Manaslu.











Danke, dass ich durch deine feinfühligen Beobachtungen und Beschreibungen Teil deiner Reise sein darf. Das zu lesen, ist genauso so viel wert, wie vor Ort zu sein. Spürst du, dass du dich für nichts und niemand verbiegen musst, sondern du dich an die Welt anlehnen darfst? Und die Welt sich an Dich anlehnt und anschmiegt? Wie selbstverständlich? Mit allen Unsicherheiten und Unwägbarkeiten, die wir in uns tragen. Und mit der Weltliebe, die nie zuviel ist. ❤️
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